Den Kachelofen modernisieren: Pflichten und Termine
23. November 2018
marketing@brunner.de

Der Gesetzgeber fordert bei Kachelöfen den Austausch alter Einsätze in neue, emissionsarme Geräte. Deutschlandweit sind schätzungsweise vier Millionen Anlagen betroffen. Alle wichtigen Informationen dazu im Überblick.

Feinstaub und Kohlenmonoxid-Belastung haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Um dem entgegenzuwirken legt die Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) Grenzwerte fest, die von Feuerungsanlagen nicht mehr überschritten werden dürfen. Dies betrifft auch Kaminöfen, Heizkamine und Kachelöfen. Alte Anlagen mit einer Typprüfung vor 1985 mussten zum Ende letzten Jahres bereits stillgelegt werden, sofern sie die Grenzwerte nicht eingehalten haben.

Auch neuere Anlagen, die zwischen 1985 und 2010 eingebaut wurden, aber die Grenzwerte nicht erfüllen, müssen nachgerüstet werden. Der Gesetzgeber sieht dafür zwei Fristen vor:

  • Inbetriebnahme zwischen 1985 und 1994: Austausch notwendig bis spätestens 31.12.2020
  • Inbetriebnahme zwischen 1995 und 2010: Austausch notwendig bis spätestens 31.12.2024

So ist festzustellen, wann die eigene Anlage betroffen ist

Anhand des Typenschildes am Ofen, Kamin oder Holzbrandeinsatz kann man Art und Modell ablesen. Mit diesem Typenschild lässt sich auf der Webseite der HKI (Industrieverband Haus-, Heiz und Küchentechnik e.V.) http://www.cert.hki-online.de/ prüfen, ob und wann der Kachelofenaustausch beziehungsweise die Erneuerung der Anlage notwendig ist. Sollte das Gerät kein Typenschild besitzen, kann der Hersteller Auskunft geben oder der Schornsteinfeger weiterhelfen.

Ausgenommen von der Nachrüstungspflicht oder der Außerbetriebnahme sind:

  • gemauerte Grundöfen
  • offene Kamine
  • nicht gewerblich genutzte Herde und Backöfen
  • Einzelraumfeuerungsanlagen die zur ausschließlichen Wärmeversorgung in Wohneinheiten genutzt werden
  • Einzelraumfeuerungsanlagen, die vor 1950 hergestellt oder errichtet wurden.

Der Ofen bleibt bestehen. Getauscht wird nur der Heizeinsatz.

Einen Heizeinsatz auszutauschen hört sich schlimmer an, als es ist. Denn das Prozedere ist einfach und erfolgt schnell, teilweise innerhalb weniger Stunden, weil die Ofenhülle erhalten bleibt. Es wird nur der alte Heizeinsatz mit dem Heizgasrohr von der Nachheizfläche des Kachelofens getrennt und wie bei einer Schublade herausgezogen. Der neue wird auf demselben Traglager eingeschoben und das Heizgasrohr wieder angeschlossen. Fertig.

Wird eine Lösung mit Heizwassererzeugung gewünscht, müssen unter dem neuen Heizeinsatz lediglich noch die Verbindungsrohre zur Heizung verlegt werden. Für noch mehr Komfort kann sogar eine elektronische Verbrennungsluftregelung eingebaut werden. Und für alle die von einer Rostfeuerung mit Kohle auf Holz umsteigen wollen, kann ganz unkompliziert ein rostloser Einsatz eingesetzt werden.

Sauber gerüstet

Mit einem neuen BRUNNER-Holzbrandeinsatz werden die derzeit anspruchsvollsten Emissionsgrenzwerte der Stufe 2 unterschritten, gleichzeitig der Holzverbrauch gesenkt und die Kosten reduziert. Rostlose Feuerung, Feuerräume mit Heizgasumlenkung oder die fehlbedienungsfreie Verbrennungslufteinstellung sind weitere emissionstechnische Optimierungen aus dem Hause BRUNNER.

Unter Handwerkersuche sind über 1.000 Partnerbetrieben in ganz Deutschland aufgelistet, die jeden Ofen an die Anforderungen der nächsten Jahrzehnte anpassen. Brandschutztechnisch wird nach einem Gerätetausch die Anlage wie eine Neuanlage bewertet, was eventuell weitere brandschutztechnische Maßnahmen nach sich ziehen kann. Wir empfehlen die Absprache mit dem Fachhandwerker oder dem Schornsteinfeger

 

Kostenloser Beratungstermin

 

 

 

 

 

 

Beitrag teilen
Weiteres aus der Kategorie
Was ist ein Speicherofen?
Der Speicherofen – Der verwirrende Begriff Ein häufig verwendeter Begriff – Speicherofen. Ob Baumärkte, Online-Händler oder das Handwerk. Jeder versucht diesen Begriff f&uum...
25. Juni 2018
Was spricht für eine Wärmepumpen- Ofenheizung?
Wärmepumpen bei Einfamilienhäusern die Nr. 1 Allein im Jahr 2016 wurden rund 32 % der fertiggestellten Wohngebäude mit einer Wärmepumpe ausgestattet. Damit blieb der Anteil der W&a...
25. Juni 2018
Erneuerbare Energien umweltfreundlich verheizen – So geht’s
Klarheit über Feinstaub  Feinstaub ist aktuell ein hochbrisantes Thema und betrifft jeden von uns. Dabei stellt sich nicht nur die Frage, wie schädlich der Staub für den Mensc...
25. Juni 2018
Kostenloser Beratungsgutschein
01
00
1. Bitte geben Sie Ihre Kontaktdaten ein

Der Vertrieb unserer Produkte erfolgt ausschließlich an den Ofen- bzw. Heizpartner. Bei der Wahl des richtigen Geräts ist immer eine individuelle Beratung notwendig. Diese erfolgt durch unseren Partnerbetrieb in Ihrer Nähe, dem wir zu diesem einen Zweck Ihre Daten übermitteln. Ihr Ofenbauer/Heizungsbauer wird Sie daraufhin kontaktieren.

Bitte geben Sie eine gültige E-Mail Adresse an!

 

 

 

2. Bitte geben Sie Ihre Adresse ein

 

 

 

3. Nur noch ein Schritt